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Aktuelles

Vorträge im Sommersemester 2026

Am 18.06.2026 hielt Dominic Keßler den Vortrag mit dem Titel "Bildsamkeit de-monstrieren. Zwischen feministischen  Verkörperungen und ungeheuerlichen Grenzfiguren des Menschlichen" am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe  Universität Frankfurt.

Neue Veröffentlichung:
Posthumanismus – Pädagogische Anschlüsse und kritisches Potenzial

Der Sammelband versammelt verschiedene Auseinandersetzungen zur Verbindung von Posthumanismus und Erziehungswissenschaft. Dominic Keßler schlägt in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Humboldt’schen Bildungsverständnis und insbesondere dessen inhärentem Anthropozentrismus vor, den Begriff der Weltlichkeit als Topos pädagogischer Theoriebildung zu begreifen. Hierbei bezieht sich der Autor auf das Gaia-Konzept in der Lesart der Philosophin Isabelle Stengers. Anhand dieser Denkfigur wird die bildungstheoretisch verorteten Frage nach den Konsequenzen der Reflexion ökologischer Krisen der Gegenwart in den Fokus gerückt.

Keßler, Dominic (2026): Humboldt meets Gaia. Irritationen bildender Weltverhältnisse. In: Bettinger, Patrick / Farrenberg, Dominik / Wunder, Maik (Hrsg.): Posthumanismus – Pädagogische Anschlüsse und
kritisches Potenzial. Beltz Juventa, S. 116-131. hier    

Workshop „Irritieren. Staunen. Verändern. – Dekonstruktion für den Unterricht entdecken“

Am 20. Mai 2026 beschäftigten sich Studierende und pädagogisch Interessierte im Workshop mit der Frage, wie vermeintliche Selbstverständlichkeiten im Unterricht hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet werden können. Organisiert wurde dieser Workshop durch Diana Fischer, Susanne Imholz, Dominic Keßler, Helene Anna Lippert und Fiete Ragnit.

Nach einem theoretischen Einstieg in zentrale Konzepte und pädagogische Ansätze der Dekonstruktion stand vor allem das praktische Ausprobieren im Mittelpunkt. An verschiedenen Kreativstationen konnten die Teilnehmenden unter anderem Zines gestalten, Methoden des Kreativen Schreibens und Written-Art erproben sowie weitere didaktische Zugänge kennenlernen. Die unterschiedlichen Formate boten vielfältige Anregungen dafür, wie Irritation, Perspektivwechsel und kritische Reflexion gewinnbringend in Unterrichtsprozesse integriert werden können.

In der abschließenden Reflexionsphase wurden die entstandenen Materialien vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Dabei zeigte sich, wie dekonstruktive Ansätze kreativ umgesetzt werden können und welches Potenzial sie besitzen, Lernprozesse anzuregen, Gewissheiten zu hinterfragen und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen zu fördern.

Der Workshop bot den Teilnehmenden zahlreiche Impulse für die eigene Unterrichtsgestaltung und machte deutlich, dass Dekonstruktion nicht nur ein theoretisches Konzept ist, sondern sich mit kreativen Methoden praxisnah und motivierend in schulische Lernkontexte übersetzen lässt. Bei Interesse kann das Workshopkonzept bei Fiete Ragnit, Dominic Keßler und Susanne Imholz zur Umsetzung in Seminaren o.a. angefragt werden.

Zugleich markierte die Veranstaltung einen gelungenen Abschluss der gemeinsamen Arbeit der Arbeitsgruppe „Dekonstruktion“ am Institut für Rehabilitationspädagogik, die sich über anderthalb Jahren mit pädagogischen Anschlüssen an dekonstruktive Theorien auseinandergesetzt hat.

Ehrenpreis für Dr.in Stephanie Winter-Below

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) hat in diesem Jahr den Ehrenpreis in der Kategorie Wissenschaft, Forschung und Entwicklung an Dr.in Stephanie Winter-Below verliehen. Die Auszeichnung würdigt ihre Dissertation mit dem Titel „schwarzer Panther, Herz und Schokolinsen: Pädagogisches Verständnis kindlicher Ausdrucksweisen von Trauer im Angesicht des Todes", in der ein substanzieller Beitrag zur Grundlagenforschung im Schnittfeld von Körperpädagogik, Kindheitsforschung und Thanatopädagogik geleistet wird. Die Ehrung unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz der an der Philosophischen Fakultät III geleisteten Forschungsarbeit sowie die Bedeutung professioneller, pädagogischer Begleitungen trauernder Kinder in der Praxis.

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