Alexander Hellner
Kontakt
Alexander Hellner
Raum 1.11
Hausanschrift:
Franckeplatz 1, Haus 32
06110 Halle (Saale)
Telefon: 0345 55 23739
Telefon: Sekretariat: 0345 55 23741
alexander.hellner@paedagogik.uni-halle.de
Postanschrift:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Phil. Fak. III - Institut für Rehabilitationspädagogik
Pädagogik bei Beeinträchtigungen des schulischen Lernens
06099 Halle (Saale)
Sprechzeit:
Bitte melden Sie sich vorher per E-Mail, dann finden wir einen individuellen Termin.
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:
- Ethnografische Forschung in den Erziehungswissenschaften
- Mentoring und Patenschaften
- Qualitative Methoden und Methodologien
- Verhältnis von Lernen, Bildung und sozialen Interaktionen & sozialen Beziehungen
- Praxistheorien
Weitere Arbeits- und Forschungsinteressen:
- Soziale und pädagogische Beziehungen
- Deutschdidaktik mit Fokus auf Bildungssprache
- Umgang mit digitalen Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen
- Einsatzmöglichkeiten von Pen & Paper-Rollenspielen & Educational-LARP (Live-Action-Role-Play) im Kontext von Didaktik
- Einsatzmöglichkeiten von digitalen Spielen in der Didaktik und Möglichkeiten digitalen Lernens
Vita
- Seit 11/2023: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich „Pädagogik bei Beeinträchtigungen schulischen Lernens“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- 05/21 – 10/23: Vorbereitung des Promotionsvorhabens, Sabbatical, Reisen, Saisonale Arbeit
- 04/2019 – 04/2021: Sozialpädagogischer Mitarbeiter im Projekt „Coaching SAM“ am Bildungsträger ciT Leipzig GmbH
- 05/2017 – 12/2018: studentischer Mitarbeiter im DFG-Projekt „Biografische Verläufe und Berufskarrieren von Absolventinnen und Absolventen exklusiver Internatsgymnasien in Deutschland“ bei Prof. Dr. Ulrike Deppe am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (ZSB)
- 10/2017 – 03/2019 Studentische Hilfskraft am Arbeitsbereich „Systematische Erziehungswissenschaft“ bei Prof. Dr. Daniel Wrana
- 04/2017 – 03/2018 Studentische Hilfskraft am Arbeitsbereich „Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit“ bei Prof. Dr. Johanna Mierendorff
- 10/2016 – 03/2017: Tutorium zur Einführung in die Erziehungswissenschaften am Arbeitsbereich „Systematische Erziehungswissenschaft“ bei Prof. Dr. Alfred Schäfer
- 10/2015 - 03/2019 Master-Studium der Erziehungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- 09/2014 – 07/2015: Erasmus + -Auslandsstudium in der Soziologie an der Universidad de Salamanca (Spanien)
- 10/2011 – 09/2015: Bachelor-Studium der Soziologie und Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Laufendes Dissertationsprojekt:
Thema:
Jugend-Mentoring: Eigensinn, Praktiken und Herausforderungen (Arbeitstitel)
(ehemals: Schulische Herausforderungen und Hilfe im Mentoring)
Betreuung: Prof. Dr. Georg Breidenstein, Prof.’in Dr.´in Bettina Hünersdorf
Beschreibung:
Mentoring und Patenschaften für Kinder und Jugendliche erfreuen sich im zivilgesellschaftlichen Bereich seit mehr als zwei Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit (Jakob & Schüler 2024). Während als Motive oft Beiträge zur besseren sozialen und bildungsbezogenen Teilhabe für diese beiden Gruppen genannt werden, steht eine erziehungswissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Eigenart von Unterstützung in Deutschland noch weitestgehend am Anfang. Dahingegen zeigen Forschungsergebnisse aus den USA vielfältige positive ‚Wirkungen‘. Die Frage lautet dann aber: wie, in welchen (Beziehungs-)Verhältnissen vollzieht sich diese Art der Unterstützung und die propagierte Wirkung eigentlich? Welche Potentiale, aber auch Gefahren birgt diese Unterstützung? Und welche Eigenheiten zeigt Mentoring im Vergleich zu professioneller Pädagogik?
Das Projekt widmet sich daher in sehr offener Weise in einer ethnografischen Fallstudie den Praktiken von am Mentoring teilnehmenden Mentees (Jugendliche) und Mentor:innen. Ziel ist es, ausgehend von deren Handeln über den Verlauf des Projektes einen Einblick in die Eigenarten von Mentoring zu erhalten, vor allem im Vergleich zur Sozial- und Schulpädagogik. So soll letztlich im Rahmen einer „Grounded Theory“ (Strauss) ein Beitrag dazu geleistet werden, wie das Phänomen überhaupt zu fassen ist. Denn die Besonderheit von Mentoring scheint entgegen der Pädagogik gerade darin zu liegen, dass sie sich in unterschiedlichem Grad dem Konzept der Beziehung bzw. der Freundschaft (Bernadine Brady 2024) bedient. So könnten Schlüsse auch für Möglichkeiten und Grenzen professioneller Pädagogik gezogen werden.
Ausgehend von einer praxistheoretischen Verortung (Hillebrandt 2014) arbeitet die Studie mit teilnehmenden Beobachtungen sowie unterschiedlichen Spielarten teils qualitativer, teils ethnografischer Interviews. Es wurden ausgewählte Mentoring-‚Duos‘ bzw. ‚Trios‘ über das Projektjahr eines Vereins untersucht. Dieser doppelte Zugang aus teilnehmender Beobachtung und Interview-erhebungen spiegelt sich im Zwitter von Praktiken und diskursiven Darstellungen wider, deren Verhältnis durch zusätzlichen Rückgriff auf die Situationsanalyse (Clarke 2012) aufgearbeitet werden soll. In Fallportraits bestimmter Mentoring-Duos/Trios könnten dann die Praktiken und Darstellungen Aufschluss über ‚Spielarten‘ des Mentoring geben und eine Grundlage für weitere Diskussionen bieten.
Publikationen, Vorstellungen und Vorträge
- 07/2025: Vorstellung des Dissertationsprojekts im Rahmen der Poster-Session bei der „Hochschulkonferenz Sonderpädagogik des Lernens“ 2025 an der Freien Universität Berlin
- 02/2024: Vorstellung des Dissertationsprojekts im Rahmen des 10. Forschungs- und Netzwerktreffen der Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen (FNWQ) der DGfE-Sektion Schulpädagogik 2024 an der Universität Kassel
Mitgliedschaften und weitere Funktionen
- Reviewer für die Zeitschrift „Empirische Pädagogik. Zeitschrift zu Theorie und Praxis erziehungswissenschaftlicher Forschung“
- Mitglied im Inklusionsteam der Philosophischen Fakultät III
- Assoziiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
Lehrtätigkeiten:
- SoSe 2026: Unterstützende Pädagogik in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Handlungsfeldern: Soziale Kompetenzen und Soziales Lernen im Spiel
- WiSe 2025/26: Theoretische Aspekte innerhalb pädagogischer und didaktischer Diskurse im Schwerpunkt Lernen: Forschungsansätze
- SoSe 2025: Grundlagen der Didaktik in ausgewählten Lernbereichen: Schriftsprache
- WiSe 2024/25: Theoretische Aspekte innerhalb pädagogischer und didaktischer Diskurse im Schwerpunkt Lernen: schulische (Unterricht) und außerschulische (Mentoring) Lernsettings
- SoSe 2024: Unterstützende Pädagogik in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Handlungsfeldern: Soziales Lernen im Spiel
- WiSe 2023/24: Unterstützende Pädagogik in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Handlungsfeldern: Schriftsprache



