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Übersicht
- Ehrenpreis für Dr.in Stephanie Winter-Below
- Fragile Zugehörigkeit(en). Postphänomenologische Perspektiven auf affektive Arrangements in schulischen Begegnungsräumen (Gabriel/Kinne). Vortrag auf der Jahrestagung Kommission Pädagogik und Humanistische Psychologie (November 2025)
- Neue Veröffentlichung:
Jahrbuch für Pädagogik 2025
Ehrenpreis für Dr.in Stephanie Winter-Below
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) hat in diesem Jahr den Ehrenpreis in der Kategorie Wissenschaft, Forschung und Entwicklung an Dr.in Stephanie Winter-Below verliehen. Die Auszeichnung würdigt ihre Dissertation mit dem Titel „schwarzer Panther, Herz und Schokolinsen: Pädagogisches Verständnis kindlicher Ausdrucksweisen von Trauer im Angesicht des Todes", in der ein substanzieller Beitrag zur Grundlagenforschung im Schnittfeld von Körperpädagogik, Kindheitsforschung und Thanatopädagogik geleistet wird. Die Ehrung unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz der an der Philosophischen Fakultät III geleisteten Forschungsarbeit sowie die Bedeutung professioneller, pädagogischer Begleitungen trauernder Kinder in der Praxis.
Fragile Zugehörigkeit(en). Postphänomenologische Perspektiven auf affektive Arrangements in schulischen Begegnungsräumen (Gabriel/Kinne). Vortrag auf der Jahrestagung Kommission Pädagogik und Humanistische Psychologie (November 2025)
Um Leiblichkeit als spürend-affektiven Bezugsmodus schulischer Praxis in den Fokus pädagogischer Forschung zu rücken, bedarf es einer körperleibsensiblen Method(ologi)e, die subjekt- wie strukturbezogene Dimensionen integriert und der Unverfügbarkeit des Körperleiblichen methodisch Rechnung trägt. Die von Dr. Tanja Kinne und Dr. Sabine Gabriel entwickelte postphänomenologische Perspektive versteht Körperleibliches – etwa Affekte – nicht als individuelle Phänomene, sondern als generative Milieus der Subjektbildung. Körperleibliche Ein- und Ausdrucksformen bilden dabei den zentralen Zugang. Dieser relationale Zugang berücksichtigt die potenziellen Verflechtungen leiblicher, materieller, diskursiver und medialer Elemente. Mit besonderem Interesse an sozialen Differenzierungsprozessen wird schulisches Geschehen als relationales, verkörpertes und verleiblichtes Beziehungsgeschehen in den Blick genommen.
Anhand empirischer Materialien aus einer Pilotstudie an einer inklusionsorientierten Grundschule wurde im Vortrag das methodische Vorgehen vorgestellt. Erste Ergebnisse verweisen auf Differenzierungsphänomene, die sich in leiblichen Ausdrucks- und Resonanzformen zeigen und Zugehörigkeit affektiv rahmen.
Neue Veröffentlichung:
Jahrbuch für Pädagogik 2025
Das Jahrbuch für Pädagogik 2025 fragt nach gesellschaftskritischen Einsätzen in Bezug auf Sexualität und Bildung, etwa im Hinblick auf Ansätze und Konzepte sexueller Bildung. Fiete Ragnit und Dominic Keßler rücken den sogenannten biografisch-authentischen Ansatz in den Fokus. Dabei diskutieren sie die Ambivalenzen auf, wenn geteilte Verletzlichkeit programmatisch in das pädagogische Handeln aufgenommen wird, und zeigen schließlich die queer- und bildungstheoretische Potenziale des Ansatzes.
Ragnit, Fiete & Keßler, Dominic (2025): Wenn Verletzlichkeit irritiert. Queer- und bildungstheoretische Potenziale sexueller Antidiskriminierungsarbeit. In: Bünger, Carsten / Grabau, Christian / Jergus, Kerstin / Thuswald, Marion (Hrsg.): Jahrbuch für Pädagogik. Sexualität und Bildung. Gesellschaftskritische Einsätze. Beltz Juventa, S. 247-260.



